Endlich Ferien! Aber was ist mit Ihrem Online-Shop?

Onlineshop on Holiday

Ferien sind wichtig, aber wie nimmt man sie sich? Diese Frage stellen sich viele Online-Unternehmer. Niemand ist empört, wenn der Quartierladen während der Ferien ein paar Wochen schliesst oder der Garagist für eine gewisse Zeit nicht erreichbar ist. Aber was ist mit Online-Shops? Gibt es E-Commerce-Unternehmen, die ihre Website ferienhalber schliessen oder in den Ferien keine Pakete ausliefern? Kann ein Online-Unternehmer überhaupt Ferien machen? Und wenn ja, wie organisiert er sich?

Die Möglichkeiten

Es ist nur natürlich, dass auch Sie als Betreiber eines Online-Shops mindestens einmal im Jahr eine Pause machen möchten. Wenn Sie den Shop im Team betreiben, werden Sie sich untereinander absprechen, sodass Sie den gewohnten Service auch in dieser Zeit gewährleisten können. Was aber, wenn Sie den Shop alleine führen? Dann gibt es mehrere Möglichkeiten, wie Sie trotzdem an die Sonne fahren können:

Versenden Sie die Pakete später

Dies ist eine gute Option: Platzieren Sie im Shop einen Hinweis, dass die während Ihrer Ferien bestellten Produkte erst nach dem Datum x geliefert werden. Die Anzahl Bestellungen geht dann möglicherweise zurück, aber die Kundinnen und Kunden haben jederzeit die Möglichkeit, Produkte anzuschauen und zu bestellen. Und bestimmt gibt es Kunden, die es nicht eilig haben und keinen Nachteil darin sehen, mehrere Tage oder Wochen auf ein Paket zu warten. Dies klar zu kommunizieren, ist jedoch entscheidend.

Denken Sie auch daran, dass nicht alle Kunden über die Willkommensseite in Ihren Online Shop gelangen. Wenn jemand über Google direkt auf eine Produktseite kommt, muss er oder sie ebenfalls darüber informiert werden, dass sich der Versand verzögert. Platzieren Sie deshalb den Hinweis zur Lieferfrist auf jeder Seite und auch in der Bestellbestätigung.


Darunter können Sie gleich noch erwähnen, wie Sie für die Kunden während der Ferienzeit erreichbar sind. Sie können sich entweder dafür entscheiden, überhaupt nicht erreichbar zu sein, oder dafür, von Zeit zu Zeit Ihre E-Mails abzurufen, jedoch keine Anrufe entgegenzunehmen. Geben Sie also zum Beispiel an, dass die Kunden Ihnen in dringenden Fällen ein E-Mail schicken können, das aber nicht sofort gelesen wird. Wenn Sie Ihre E-Mails während der Ferien täglich abrufen und beantworten wollen, müssen Sie natürlich WLAN oder ein ausreichend grosses Datenpaket zur Verfügung haben.

Lassen Sie jemanden aus Ihrem Bekanntenkreis den Shop «hüten»

Die zweite, ebenfalls sehr sympathische Option ist, Ihren Online-Shop für eine gewisse Zeit abzugeben. Vielleicht haben Sie bereits Ihre Logistik ausgelagert, dasselbe können Sie nun mit dem Kundenservice tun. Wenn Sie sich selbst um die Logistik und den Kundenservice kümmern, müssen Sie eben beides abgeben. Fragen Sie im Bekanntenkreis, ob jemand bereit ist, für eine gewisse Zeit einen zweiten Job anzunehmen, oder ob jemand froh wäre um diesen Ferienjob. Natürlich muss die Person die Grundfunktionen der Software kennen, sodass sie die nötigen Arbeitsschritte selbstständig ausführen und die Bestellungen verarbeiten kann. Diese Option erfordert natürlich eine sorgfältige Planung und ein gewisses Mass an Vertrauen. Wenn die Übergabe aber problemlos und erfolgreich verläuft, können Sie anschliessend beruhigt in die Ferien fahren.

Schliessen Sie Ihren Online-Shop ganz

Die dritte Lösung ist den Online-Shop ganz zu schliessen. Interessierte haben dann keinen Zugriff auf Ihren Shop und sehen nur eine Meldung, dass Sie in den Ferien sind. Dies ist natürlich alles andere als benutzerfreundlich und wird nicht empfohlen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein abgewiesener Kunde nochmals auf Ihre Seite kommt, ist gering, und die Schliessung der Seite kann Ihrer Position in den Suchmaschinenresultaten zum Beispiel von Google schaden.

Vorbereitung

Wichtig ist die Kundenkommunikation. Worauf müssen Sie achten?

Kommunizieren Sie klar in Ihrem Webshop

Geben Sie genau an, wie Ihr Shop während der Ferien verfügbar ist. Werden Pakete später verschickt oder kann die Kundschaft für eine gewisse Zeit keine Bestellungen aufgeben? Machen Sie klare Angaben dazu auf den verschiedenen Seiten Ihres Online-Shops und in den sozialen Medien, in denen Sie aktiv sind. Um sämtliche Zweifel auszuräumen, können Sie zusätzlich ein Mailing an Ihre Kunden versenden.

Schreiben Sie einen Blogbeitrag

Neben einem Mailing und/oder Hinweisen in den sozialen Medien zur Zugänglichkeit Ihres Online-Shops können Sie auch noch einen Blogbeitrag dazu verfassen. Geben Sie darin genau an, bis wann die Bestellungen «normal» verarbeitet werden und ab wann wieder alles beim Alten ist. Sie können Ihren Blog auch während Ihrer Abwesenheit regelmässig aktualisieren. Bereiten Sie einige Blogbeiträge mit Ferienthemen vor, von denen Sie jede Woche einen veröffentlichen. Dies verhindert auch, dass Sie bei den Suchmaschinenresultaten wichtige Plätze verlieren.

Unterbrechen Sie Ihre Kampagnen 

Werden die bestellten Produkte während der Ferien später geliefert oder haben Sie eine Vertretung, die den Online Shop temporär betreut? Unterbrechen Sie in jedem Fall die laufenden Kampagnen während dieser Zeit, da Sie nicht in der Lage sein werden, den Kunden den gewohnten Service zu bieten. Während Ihrer Abwesenheit ist es besser, wenn Ihr Shop keinem zusätzlichen Druck ausgesetzt ist, auch wenn Sie eine Vertretung haben. Diese ist vielleicht neu im Business und kann nicht alles alleine bewältigen. Unterbrechen Sie beispielsweise Google AdWords- oder Facebook-Kampagnen und planen Sie keine Posts in den sozialen Medien, deren Ziel es ist, Besucher auf Ihre Website zu bringen. Natürlich können Sie Posts in den sozialen Medien planen, die über die eingeschränkte Verfügbarkeit Ihres Online-Shops informieren oder die Leser mit sommerlichen Anekdoten erfreuen, ohne sie jedoch zu einem Kauf zu animieren.

Bieten Sie einen Gutschein an 

Bieten Sie den Kundinnen und Kunden einen kleinen Sommerrabatt an, den Sie über das Wartungstool Ihres Onlineshops parametrisieren können. Diese Aktion kann die Kunden dazu bringen, trotz der längeren Lieferzeit eine nicht dringende Bestellung aufzugeben.

Kein Stress

Bereiten Sie auch eine sorgfältig redigierte «Out-of-office»-Nachricht vor. Dies ist oft die letzte Pendenz auf der To-do-Liste vor den Ferien. Die «Out-of-office»-Nachricht muss aber perfekt auf Kollegen, Kunden und Bekannte abgestimmt sein. Nehmen Sie also keine Standardnachricht, sondern verfassen Sie eine mit Humor. Fassen Sie auch hier nochmals die wichtigsten Informationen zusammen. Z.b. ab wann die Bestellungen geliefert werden, ob ein Rabatt gilt usw. Fügen Sie zudem einen Link auf die FAQ-Seite Ihres Shops ein, wo Personen, die Reklamationen oder Fragen haben, schon mal viele Informationen finden.