CCV Exchange Roundtable: Innovation

Um Innovationen zu tätigen benötigt es einerseits die Weiterentwicklung bestehender Produkte, andererseits aber auch das Aufbrechen verkrusteter Strukturen. Doch was braucht es, um innovativ zu sein? Wie findet man Innovationen und wie kann das Unternehmen diese nachhaltig integrieren?

 

Innovationen sind von den Kunden getrieben

Das Roundtable-Gespräch wurde mit der Frage eröffnet, wer Innovationen treibt und an wen man die Innovation ausrichtet. Eine Stimme meldet sich, dass Innovation auf die Kunden fokussiert sein soll. Es sind die Kundenbedürfnisse, welche gelöst werden müssen. Sozusagen sind wir die Follower unserer Kunden und richten anhand dieser unsere Innovationen aus. Es gab aber auch Stimmen, die zeigen, dass Innovation von anderen Faktoren getrieben werden kann.

 

Wäre das Fahrverbot von Autos in der Stadt Zürich eine innovative Lösung?

Sicherlich wäre ein Fahrverbot von Autos in der Stadt Zürich für viele Themen eine Lösung, da ist sich die Gesprächsrunde einig. Dass dies aber keine innovative Lösung sein kann, zeigt die Diskussion ebenfalls. Entstanden ist die Frage aufgrund der Problemstellung von Handwerkern, die wegen des heutigen Verkehrsaufkommens immer teurer werden. Die Wege werden immer beschwerlicher und die Planungszeiten dadurch verlängert. Wäre also ein Fahrverbot für Autos – ohne Handwerker – in der Innenstadt eine Lösung? Die Diskussion rund um diese Fragestellung zeigt, dass Innovationen oftmals auch eine Frage der Perspektive sind. Für die einen eine super innovative Idee und für andere das Ende ihres Geschäftsmodells.

 

Innovation ist weiblich

Eine gewagte These wirft der Gesprächsführer in die Runde: Innovation ist weiblich. Es geht dabei natürlich nicht darum zu beurteilen, ob Frauen oder Männer innovativer denken. Gemeint ist damit, dass Innovation oftmals mit dem Wechsel einer Perspektive zu tun hat und mit dem Thema Veränderung startet. Dass gerade KMU heutzutage oftmals ihre Familienunternehmen in weibliche Hände weitergeben, begünstigt die Veränderung und damit auch das Thema Innovation. Zudem glauben die Gesprächsteilnehmenden auch, dass aussenstehende Personen oder eben Personen beider Geschlechter in Kombination, die aktuelle Situation anders beurteilen und damit viel verändern können.

 

Trends aus dem Ausland treiben die Veränderung

Im Verlaufe der Diskussion wird eine weitere Geschichte erwähnt: Die aus dem Ausland adaptierte Idee mit Waschmaschinen auf dem Parkplatz. Fast niemand hätte daran geglaubt, dass das Konzept in der Schweiz Erfolg haben könnte und die Waschmaschinen auf den Parkplätzen aktiv genutzt werden. Aber falsch gedacht, die Idee stösst auf viel Gegenliebe und so waren die Maschinen von der ersten Minute an in Betrieb. Die Kunden haben den Mehrwert erkannt, Zeit gespart und die Innovation angenommen. Dieses Beispiel hat gezeigt, wie wertvoll es sein kann, über den Tellerrand hinaus zu sehen und damit Ideen und Trends aus dem Ausland zu analysieren und allenfalls auch zu adaptieren.

 

Erlebnisse und Emotionen schaffen

Was in Zukunft besonders wichtig sein wird, ist Erlebnisse und Emotionen für die Kunden zu schaffen. Auch da sind sich die Gesprächsteilnehmenden einig. So wird das Beispiel der zukünftigen Nutzung von Parkhäusern erwähnt, bei der ständigen Abnahme der Anzahl Fahrzeuge in den Städten. Eine emotionale Bindung zu einem Parkhaus zu schaffen ist schwierig, aber wie im Beispiel der Hardturmbrache gelungen. Neben dem leerstehenden Parkhaus wurde eine Go-Kart-Bahn gebaut – das neugeschaffene Erlebnis bringt Kunden, auch in das Parkhaus.

 

Nachhaltigkeit und Innovation werden vor allem in kleinen Betrieben gelebt

Wenn man über das Thema Innovation spricht, ist das Thema Nachhaltigkeit nicht weit. Die Erkenntnis, dass gerade in kleinen Betrieben tolle Innovationen getätigt werden und das Thema Nachhaltigkeit bereits in den Dörfern beginnt, zeigt die Diskussion. Die kleineren Betriebe in abgelegenen Regionen kämpfen ums Überleben, dabei sind gerade diese das Rückgrat der Gesellschaft, erwähnt ein Teilnehmer. Dass Innovation dabei helfen kann, zeigt das Beispiel eines kleinen Ladens, der seine Produkte zum Einkaufspreis an den Kunden weiterverkauft. Damit die Konsumenten bei ihm einkaufen können, lösen sie ein Jahresabo. Durch die Jahresgebühren kann der Retailer die Kunden nachhaltig an sein Unternehmen binden, Transparenz schaffen und Emotionen hervorrufen. Plötzlich wird der Händler zum Freund.

 

Als Schlussbemerkung wird auch das Thema Vernetzung erwähnt, wenn es um nachhaltige Innovationen geht. Vielfach stehen sich die Unternehmen selbst im Wege, da diese das Wissen und die Erfahrung anderer Unternehmen nicht genügend analysieren, sich austauschen und vernetzen. Gemeinsam entstehen die richtig grossen Innovationen, welche auch nachhaltig wirken werden.

CCV Exchange Roundtable Teilnehmer

Bernhard

Roland

Max

Steven

Sascha

Christoph

Michael

Niklaus

Georg

Enny

Lachenmeier

Süess

Eggenberger

Koller

Krüsi

Plüss

Ricklin

Santschi

Spycher

Van de Velden

CCV Schweiz

CCV Schweiz

localsearch

Müller Reform

customweb gmbh

Valora Schweiz AG

U1 Werk AG

BS PAYONE Gmbh

Parking Zürich AG

CCV Group

 

Für weitere Informationen kontaktieren Sie:

CCV Schweiz AG
Feldeggstrasse 5
8152 Glattbrugg
www.ccv.ch

Hansruedi Nef
Head Sales & Marketing
T. 058 220 60 00
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