Kartenzahlung

konktaktloses Bezahlen mit Karte

Kurz erklärt: Kreditkarte, Debitkarte, Mobile Payment

Sie ist 8,56 cm lang und 5,398 cm breit – und jeder kennt und besitzt sie: Die Plastikkarte, mit der man vom Cappuccino bis zum Diamantring so ziemlich alles berappen kann.

Im Prinzip existieren davon zwei Arten: die Debitkarte und die Kreditkarte. Damit Ihre Kunden bei Ihnen via Debitkarte (von einer Bank ausgestellte Maestro Card, Visa Debit-Card oder PostFinance Card) bezahlen können, benötigen Sie ein Kartenterminal. Mittels dieses Terminals kann die Gültigkeit der Karte, die Karten- und Tageslimite sowie die Kontodeckung geprüft werden. Fällt diese Prüfung positiv aus, übermittelt das Zahlterminal die Daten an den Kartenherausgeber und veranlasst diesen, den ausstehenden Betrag vom Konto des Kunden via Acquirer dem Händlerkonto zu überweisen. Falls Ihr Terminal einem dazu fähigen  Kassensystem angeschlossen ist, ist die Transaktion bereits in der Buchhaltung erfasst. Im Vergleich zur Barzahlung entsteht Ihnen auf jeden Fall ein kleinerer administrativer Aufwand (denken Sie an die Beschaffung von Wechselgeld, das Zählen, den täglichen Weg zur Bank, die Sicherung des Barbestands), was unter dem Strich die Gebühren meist mehr als wettmacht. Mit Kreditkarte funktioniert die Bezahlung gleich, bloss wird im Unterschied zur Debitkarte das Konto des Zahlungspflichtigen nicht direkt belastet, der Acquirer schiesst ihm sozusagen das Geld vor und überweist den Betrag auf das Konto des Zahlungsempfängers. Für Sie als Händler sind die zu errichtenden Gebühren bei Kreditkartentransaktionen in der Regel jedoch höher als jene für Debitkartenbezahlung.

 

In technischer Hinsicht kann es Ihnen als Händler aber egal sein, mit welcher bargeldlosen Zahlungsart Ihre Kundinnen und Kunden bezahlen – insbesondere, wenn Sie über ein CCV-Zahlterminal verfügen. Denn Ihr Gerät akzeptiert alle in der Schweiz gängigen Zahlungsmittel, nicht nur die beschriebenen Debit- oder Kreditkarten, sondern auch Kundenkarten und Mobile Payment-(Smartphone-) Lösungen wie Apple- und Samsung Pay, Twint oder andere. Ja, sogar auf die typisch schweizerischen Lunch Checks hat Ihr CCV-Terminal Appetit.

 

Beliebteste Zahlungsart: die Debitkarte

Laut Swiss Payment Monitor 2019 (Universität St. Gallen und Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften) tragen Herr und Frau Schweizer durchschnittlich 80 Franken im Portemonnaie, dazu drei Karten mit Bezahlfunktion. Zwei von drei Personen haben auf ihrem Smartphone auch mindestens eine App mit integrierter Bezahlfunktion installiert (z.B. iTunes, PayPal-App, SBB Mobile App), zwei Fünftel verfügen über eigentliche Bezahl-Apps wie Apple Pay, Samsung Pay, PayPal, Twint. Welches Zahlungsmittel eingesetzt wird, hängt von der Situation und der Höhe des Betrags ab – reine Bar- oder Kartenzahler sind dabei in der Unterzahl: Der Payment Monitor zeigt auch auf, dass fast die Hälfte der befragten Personen Mischzahler sind.

Dabei ist die Debitkarte umsatzmässig in der Schweiz das meistgenutzte Zahlungsmittel, die mit Debitkarte bezahlte Summe liegt bei 29% (2018), diejenige von Bargeld bei 27%, Kreditkartenzahlungen sorgen für 22% des Gesamtvolumens. Anders sieht es bei der Menge der Transaktionen aus: Hier dominiert das Bargeld mit 48% der Transaktionen, gefolgt von der Debitkarte mit 25% und der Kreditkarte mit 16%. Damit zeigt sich klar, dass Bargeld vor allem bei kleineren Beträgen (unter 5 Franken), eingesetzt wird. Die Debitkarte kommt im Betragsbereich zwischen 6 und 20 Fr. vermehrt zum Einsatz, die Kreditkarte in der Regel erst ab 20 Franken und vor allem bei grösseren Anschaffungen.

Die Debitkarte wird übrigens nicht nur am häufigsten eingesetzt, sie punktet auch bei den Imagewerten, wird sie doch als sympathischer, praktischer und vertrauenswürdiger eingeschätzt als andere Zahlungsmittel, inklusive Bargeld.

 

Bargeldloses Bezahlen wird immer beliebter

Immer mehr Menschen bezahlen immer öfter bargeldlos. 1990 wurden rund 90 Prozent des Zahlungsvolumens am POS mit Bargeld abgewickelt. Jetzt, 30 Jahre später, sind es gemäss einer repräsentativen Umfrage der Schweizerischen Nationalbank noch 45 Prozent, also knapp die Hälfte (was auch im Bereich der vom Swiss Payment Monitor erhobenen Daten liegt). Man kann davon ausgehen, dass Herr und Frau Schweizer ihre Zahlungsgewohnheiten anpassen, wenn sie darin einen klaren Zusatznutzen sehen – zum Beispiel, wenn bargeldloses Bezahlen schneller und einfacher geht. Um den Faktor Zeitgewinn auch tatsächlich in der Realität umsetzen zu können, benötigen Sie als Händler auch die richtigen Instrumente. Achten Sie deshalb bei der Wahl Ihres Zahlterminals darauf, wie effizient dessen Rechenleistung ist. Denn auf andere Parameter, die für die Geschwindigkeit einer Transaktion verantwortlich sind – wie die momentane Leistungsfähigkeit der Internetverbindung und die Serverbelastung – haben Sie in der Regel keinen Einfluss. Für Kundinnen und Kunden kann sich die Wartezeit bis zur Bestätigung der Zahlung nämlich gefühlt länger hinziehen, als die Stoppuhr anzeigt. Schon wenige Sekunden machen hier also einen grossen Unterschied.

 

Bargeld ist teuer

Das Bargeld-Management verursacht Kosten, die – im Gegensatz zu den Gebühren rund ums digitale Payment – versteckt auftreten. Der Transport von Bargeld, die Aufbewahrung, die Sicherheitsvorkehrungen und nicht zuletzt die Bank verursachen Kosten, die nicht zu umgehen sind.

 

Löst kontaktloses Bezahlen auch bei kleinen Beträgen das Bargeld ab?

Wie die meisten Studien belegen, ist für Kleinbeträge Münz noch immer Trumpf. Doch gilt dies auch in Zukunft?

Die kontaktlosen Zahlungsarten sind in der Coronakrise von den Behörden als weitgehend virenfrei empfohlen worden. Dies, sowie die gleichzeitige Erhöhung der Limite, haben der Beliebtheit der Kontaktloszahlung mit Bestimmtheit einen riesigen Schub verleiht, viele Menschen haben erstmals die Vorteile des kontaklosen Bezahlens kennen und schätzen gelernt.

Dabei hat die kontaktlose Bezahlweise in den letzten Jahren ohnehin mächtig zugelegt. Mit Kreditkarten, zum Beispiel, wurde 2018 fünfmal mehr kontaktlos bezahlt als noch drei Jahre zuvor. Mit Debitkarten wurde sogar 212 Mal öfter kontaktlos bezahlt – was sich aber vor allem dadurch erklärt, dass Debitkarten einiges später mit der Kontaktlosfunktion ausgestattet wurden als die Kreditkarten. Mittlerweile verfügen jedoch praktisch alle Debitkarten über die Kontaktlosmöglichkeit. Damit ist des Schweizers beliebteste Zahlungsart noch attraktiver geworden. Auch das Thema Sicherheit hat in Bezug auf die Kontaktloszahlung an Brisanz verloren: Viele Anwender hatten bei der Einführung der kontaktlosen Bezahlung Sicherheitsbedenken. Heute hat sich das geändert, so können

sich drei von fünf Personen in der Schweiz vorstellen, kontaktloses Bezahlen entweder erstmalig oder noch häufiger als bisher einzusetzen.

 

In der Tat sind denn auch alle neuen Terminals mit NFC-Technologie für kontaktloses Bezahlen ausgerüstet – und um den Payment Card Industry (PCI)-Standards zu genügen, müssen auch alle bestehenden Terminals mit dieser Technologie ausgerüstet werden. Kontaktloses Bezahlen ist also heute schon flächendeckend in der ganzen Schweiz möglich.

 

Die Vorteile des kontaktlosen Bezahlens für den Händler

Transaktionen werden sehr viel schneller abgewickelt – was vor allem an hochfrequentierten POS (wie zum Beispiel Kioske) einen massiv höheren Kundenfluss ermöglicht – und damit auch höhere Umsätze.

 

Bezahlen mit Smartphone (Mobile Payment)

Zugegeben, der Begriff «Mobile Payment» ist etwas verwirrend. Wer oder was ist da mobil? Gemeint ist «Payment by Mobile Devices», wobei für die hierzu notwendige Technologie nur ein Smartphone oder ein anderes «smartes» Mobilgerät (z.B. Smartwatch) in Frage kommt. Mobile Payment erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Laut einer Umfrage des Beratungsinstituts Deloitte bezahlte 2018 fast jeder Fünfte gelegentlich mit dem Smartphone, wobei die Zahl derer, die regelmässig mobil bezahlen, mit einem Prozent noch sehr gering war. Heute stellen wir fest, dass eine erheblich grössere Anzahl Personen mit dem Smartphone bezahlen. So hat beispielsweise das Schweizer Produkt Twint von 2018 bis Januar 2020 die Nutzerzahl von einer auf zwei Millionen verdoppeln können. Und auch die anderen Anbieter wie Apple Pay oder Samsung Pay legen zu. Wichtig für Sie ist dabei, dass Ihr Zahlterminal Mobile Payment akzeptieren kann. Denn Ihre Kunden möchten jederzeit jedes gewünschte Zahlmittel einsetzen. Apropos mobile: Natürlich kann auch Ihr Kartenterminal mobil sein – ein Zahlgerät, das entweder via WLAN oder mobilem Internet kommuniziert.