Bezahlen im Handel – was erwartet uns in den nächsten Jahren?

Bezahlen im Handel – was erwartet uns in den nächsten Jahren?
In Deutschland, einem Land mit hoher Barzahlungsquote, ist auch das eigentlich mittlerweile gängige, bargeldlose Bezahlen mit Karte noch nicht überall angekommen. Wir als CCV bewegen uns in zwei Welten: Die des Einzelhändlers (große Ketten hier ausgenommen), für die z.B. kontaktloses Bezahlen oder Bezahlen per Smartphone Neuland sind und im Grunde für ihr tägliches Geschäft auch von geinger Bedeutung. Sehr verständlich, denn erstens ist die Ausstattung des Verbrauchers selbst meistens noch ungenügend (z.B. „Wallets“ auf dem Smartphone: nach großem Hype herrscht eher Ernüchterung) aber auch der tatsächliche Mehrwert einer Akzeptanz für den Händler ist nicht ersichtlich.

Auf der anderen Seite müssen wir als Technologieanbieter up-to-date sein mit neuen Bezahlverfahren, neuen Trends und Möglichkeiten, die uns natürlich von „Berufs wegen“ interessieren! CCV ist in vielen Arbeitsgruppen aktiv. Mit diesem Artikel stellen wir Ihnen einige der neuen Trends vor, deren Umsetzung vielleicht gar nicht mehr so fern in der Zukunft liegt.

Trend 1: Instant Payment

Der Begriff „Instant Payment“ geht seit geraumer Zeit durch die Payment- und Bankenbranche: Bisher noch weitestgehend unberührt von Verbrauchern und Händlern, denn es ist noch ein weiter Weg bis das Konzept wirklich alltagstauglich benutzt werden kann.

Grundprinzip von Instant Payment ist die sekundenschnelle Übertragung von Geldbeträgen zwischen zwei Konten. Im Handel bedeutet dies eine kleine Revolution: Der Händler/Dienstleister erhält seine Forderung innerhalb weniger Sekunden auf sein Konto. Nicht gedeckte Kundenkonten, säumige Zahler und andere Unwägbarkeiten gehören damit der Vergangenheit an, der Empfänger kann sofort und unmittelbar über das eingegangene Geld verfügen.

„Real Time“ ist das Zauberwort, nichts anderes tun wir bereits mit unseren Sofortnachrichten, z.B. über Instant Messaging wie WhatsApp.

Bis zu einer echten Marktreife ist es aber noch ein weiter Weg! Zu viele Fragen sind noch offen, die dringend geklärt werden müssen. Welche Komponenten werden zur Übertragung benutzt? Smartphone – Terminal? Kasse –Bank? Individuelle Händler-Apps? Diese Verbindungen müssen sicher und in den bestehenden Peripherien an jedem beliebigen Point-of-Sales integrierbar sein. Auch Fragen nach dem Risikoträger und Stornomöglichkeiten stellen sich.

Trend 2: BlockChain

Die BlockChain Technology ist momentan als Hype in aller Munde; sie ist die Basis sogenannter „Krypto-Währungen“ und schafft damit neue UseCases für Bezahlmethoden, Smart Contracts, digitale Identität, Auskunftsdateien der Zukunft, um nur einigen Themen zu nennen.
Es bleibt abzuwarten, ob die hohen Erwartungen erfüllt werden, insbesondere da Themen wie Datenschutz, Geschwindigkeit, etc. noch nicht ausreichend betrachtet sind.

Trend 3: Mobile Wallets

Viele Wallets kommen und gehen (z.B. auch die der Telekom -> gegangen), da sie nicht schnell genug die Kosten der Entwicklung decken können. Leider ist aber die Wahrheit, dass die Wallets keinen echten Zusatznutzen zur kontaktlosen Zahlung per Karte bieten. Dies wird sich wohl erst dann wieder ändern, wenn ApplePay als Markttreiber auch in Deutschland verfügbar sein wird. Viele Anzeichen sprechen dafür, dass es 2017 endlich soweit sein wird. Der chinesische Bezahldienst AliPay ist mittlerweile bei den meisten Anbietern etabliert, was natürlich auch an der zahlungskräftigen chinesischen Klientel liegt

Trend 4: Internet of Things

Die Lücke zwischen Internet und der tatsächlich wahrgenommenen Welt soll geschlossen werden, gleichzeitig soll der Mensch weitere Unterstützung in seinem alltäglichen Leben durch das IoT bekommen – denken Sie z.B. an die Amazon Dashboards, die per Knopfdruck Hygiene- und Verbrauchsartikel selbstständig nachbestellen. Automatische Bezahlung ist für diese Vision eine wichtige Grundvoraussetzung – eine Vision, an der auch CCV Deutschland bereits mit eigenentwickelten Projekte arbeitet.